
Alles, was du über Stuhl-Miete, Steuern, Versicherungen und die ChairMatch-Plattform wissen musst — kompakt zusammengefasst.
Stuhl-Miete bedeutet: Ein Salon vermietet tageweise einen Arbeitsplatz an Selbstständige. Du zahlst eine feste Tagesmiete (typisch 40-90 €), behältst 100 % deines Behandlungs-Umsatzes und nutzt die Infrastruktur des Salons (Strom, Wasser, Klima, Wartebereich).
Im Bundesdurchschnitt 40-70 €/Tag. B-Lagen ab 30 €, A-Lagen Großstadt 65-95 €, Premium-Stadtteile (München, Frankfurt-Westend) bis 120 €. Wochen-Pakete oft 10-15 % günstiger als Einzeltage.
Standard inkludiert: Stuhl mit Spiegel, Waschbecken, Strom + Wasser, Klima/Heizung, Wartebereich, WLAN, oft auch Sterilisator. Werkzeuge, Produkte und deine Berufshaftpflicht-Versicherung bringst du selbst mit.
Suche nach Stadt/Vertical/Preis-Range, schau dir Profile + Bewertungen an, sende eine Anfrage über das geschützte In-App-Messaging. Nach Bestätigung läuft die Zahlung über Stripe und der Standard-Mietvertrag wird automatisch generiert + digital unterschrieben.
Anfänger 1.500-2.200 € netto/Monat (Aufbau-Phase 0-6 Monate). Etablierte 2.500-4.000 € netto. Spezialisten (Balayage, Brautstyling, Barber-Premium) 4.000-7.000 € netto. Faustregel: 30-50 % mehr als angestellt, bei gleicher Stundenzahl.
Anfänger 80-150 €, etablierte Selbstständige 200-400 €, Spezialisten (Lash-Volume, Color, Barber-Premium) 250-500 €/Tag. Hängt stark von Stadtteil, Kundenstamm und Spezialisierung ab.
Pro Stuhl realistisch 800-1.500 €/Monat bei 18 Vermiet-Tagen à 45-85 €. Bei 2 vermieteten Stühlen sind das 19.000-36.000 €/Jahr Zusatz-Umsatz — fast reiner Gewinn, weil Fix-Kosten ohnehin laufen.
In Berlin liegen die Tagespreise bei 50-85 €, je nach Stadtteil. Prenzlauer Berg / Mitte / Charlottenburg sind teurer (65-85 €), Neukölln / Wedding / Lichtenberg günstiger (45-60 €). Friedrichshain liegt im Mittelfeld bei 55-70 €.
München ist der teuerste Markt: 75-120 €/Tag in zentralen Lagen (Maxvorstadt, Schwabing, Glockenbachviertel). Außenbezirke 60-85 €. Hohe Stuhl-Miete kompensiert sich durch entsprechend höhere Behandlungs-Preise.
In Hamburg 55-85 €/Tag, in HafenCity / Eppendorf / Eimsbüttel auch bis 95 €. Altona, St. Pauli, Wilhelmsburg eher 45-65 €. Hamburg hat besonders aktive Barbershop- und Friseur-Szene.
Nein, wenn folgende Punkte stimmen: eigene Kunden, eigene Werkzeuge, eigene Kasse, freie Arbeitszeiten, mind. 2-3 verschiedene Auftraggeber oder erkennbar als eigenes Geschäft. Bei Unsicherheit: Statusfeststellungs-Verfahren bei der DRV beantragen (kostenlos).
Wenn dein Vorjahres-Umsatz unter 22.000 € lag und der laufende Jahres-Umsatz unter 50.000 € bleibt: ja. Dann zahlst du keine Umsatzsteuer und schreibst auch keine. Sobald du drüber kommst: 19 % USt-Pflicht.
Ab 24.500 € Jahresgewinn (Freibetrag). Hebesatz je nach Stadt: Frankfurt 460 %, Köln 475 %, Berlin 410 %, Hamburg 470 %. Bei niedrigem Gewinn meist kein Thema.
Ja, dringend. Die Salon-Versicherung deckt deine eigene Tätigkeit nicht ab. Bei Schäden haftest du persönlich mit Privatvermögen. Kosten: 15-30 €/Monat, Deckung 3 Mio € reicht. Top-Anbieter: Hiscox, exali, Helvetia, Gothaer.
Ja, für Friseure und Kosmetiker. BGW = Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege. Anmeldung innerhalb 1 Woche nach Gewerbeanmeldung. Beitrag ~150-600 €/Jahr je nach Umsatz.
6-18 Monate bei konsequentem Marketing (Instagram, Google, Empfehlungen). Faustregel: in 6 Monaten 50-80 Stammkunden ist solid, 12 Monate 100-130. Schneller geht nur mit existierendem Netzwerk aus Anstellung.
Ohne explizites Konkurrenzverbot im Arbeitsvertrag: ja. Aber: aktiv abwerben während Anstellung ist unzulässig. Nach Vertragsende dürfen Kunden frei entscheiden, wohin sie gehen.
Für Anbieter: Listing kostenlos, 5-10 % Provision auf vermittelte Buchungen. Für Mieter: nichts. Im Gegensatz zu Kleinanzeigen erhältst du Verifizierung, Zahlungssicherheit, Standard-Verträge und 14-Tage-Geld-zurück-Garantie.
Du sparst kurzfristig Provision, aber: keine Verifikation der Gegenseite, Bargeld-Risiken, keine Standard-Verträge, keine Bewertungen, höheres Streit-Risiko. Praxis-Studie 2026: 18 % der Kleinanzeigen-Vermietungen enden in Streit vs. <2 % bei ChairMatch.
Drei Schritte: 1) Gewerbeanmeldung (Foto-Upload), 2) Berufshaftpflicht-Nachweis, 3) Identitäts-Check. Erst nach Verifizierung wird das Listing öffentlich sichtbar. Verifizierungs-Status ist im Profil sichtbar.
Bei No-Show des Anbieters oder erheblichen Abweichungen vom Listing kannst du innerhalb von 14 Tagen Rückerstattung beantragen. ChairMatch prüft den Fall und erstattet bei berechtigter Beschwerde 100 % der Buchungssumme.
Untermiete muss in deinem Hauptmietvertrag erlaubt sein oder zumindest nicht ausgeschlossen. Bei Unsicherheit: schriftliche Erlaubnis vom Vermieter einholen. ChairMatch stellt Mustervorlage zur Verfügung.
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